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22. Oktober 2007: Treffen mit Menschenrechts-Preisträgerin

Der Internationale Menschenrechtspreis ging dieses Jahr an die Ruanderin Eugénie Musayidire. Am Rande der Verleihung im Nürnberger Opernhaus hatte unser Mitglied Matthias die Gelegenheit, in einem kurzen persönlichen Gespräch die Preisträgerin kenmenzulernen und ihr den Förderverein und das YTTC vorzustellen.
Eugénie Musayidire bekam die Auszeichnung dafür, dass sie in ihrer Heimatstadt Nyanza ein Versöhnungs- und Begegnungszentrum für Jugendliche und junge Erwachsene aufgebaut hat. Dort wird Menschen geholfen, die unter den seelischen Folgen des Genozids im Jahre 1994 zu leiden haben. Eugénie hat selber ihre Mutter, ihren Bruder und dessen Familie sowie weitere Verwandte durch den Völkermord verloren. Sie selbst floh bereits im Jahre 1973 nach Burundi und fand schließlich in Deutschland politisches Asyl. Hier erfuhr sie von dem Völkermord und bekam die Gelegenheit, mittels professioneller Untersützung dieses Trauma zu verarbeiten. Sie brachte den Mut auf, in ihre Heimat zurück zu reisen und mit ihrem Verein "Hoffung für Ruanda" therapeutische Hilfe für Betroffene, aber auch Seminare und Lehrveranstaltungen zu Menschenrecht und zu den Ursachen und Folgen des Genozids anzubieten.
Der YADDI-Vorsitzende Cléophas wird den Kontakt mit Eugénie durch einen Besuch im Versöhnungs- und Begegnungszentrum in nahe gelegenen Nyanza vertiefen. Vielleicht ergibt sich ja die Möglichkeit zu einer Kooperation beider Projekte.

21: Oktober 2007: Cléophas' Bericht vom Global Forum in Genf

Vom 24. bis 26. September nahm der Vorsitzende von YADDI am "Global Forum on youth and ICT for development: youth and ICT as agents of change" in Genf teil. Die jugendlichen Teilnehmer dieser von den Vereinten Nationen ausgerichteten Veranstaltung haben dort ihren Wunsch zum Ausdruck gebracht, in die Initiativen, die moderne Informationstechnologie als Vehikel für die Entwicklungshilfe benutzen, eingebunden zu werden. Die zahlreiche Jugendorganisationen, die an dem Forum teilnahmen, kündigten an, daß sie die Einrichtung von Jugendzentren und globalen Jugendnetzwerken, die Informationstechnologie in der Entwicklungshilfe propagieren und nutzbar machen, weiter voran treiben wollen. Das Forum brachte die Kreativität und Dynamik zum Ausdruck, die Kinder und Jugendliche an den Tag legen, um Informationstechnologie zu entdecken und für sich selbst und ihr soziale Umfeld nutzbar zu machen. Ein Fazit der Veranstaltung war jedoch, daß es für Jugendorganisationen schwierig ist, verlässliche Finanzquellen für IT-bezogene Projekte und andere wohltätige Initiativen zu finden. Die Jugendlichen appellierten an ihre politischen Vertreter, Möglichkeiten für die Finanzierung von Projekten zu vereinfachen, um selber eine gewichtige Rolle bei der Erreichung der Ziele der UN-Milleniumserklärung zu spielen.

20. Oktober 2007: Das YTTC unterstützt das Moulin-Wiki-Projekt

Das Moulin-Wiki-Projekt möchte die freie Internet-Enzyklopädie Wikipedia in die entlegendsten Gegenden bringen, in denen es ansonsten keinen Zugang zu umfassendem enzyklopädischem Wissen gibt. Dazu wurde zunächst von der französischen Wikipedia eine Offline-Version erstellt, die als ausführbares Programm auf eine einzelne CD passt und geringe Anforderungen an die Hardware stellt. Die CDs werden kostenlos Verteilt und finden überall dort Verwendung, wo es zwar Computer, aber keinen Internet-Zugang gibt. Das Projekt hat seinen Ursprung in Bamako, Mali, ist mittlerweile aber auch in vielen weiteren Ländern aktiv. Wir haben ein Mitglied des Moulin Wiki Teams beim Global Forum in Genf getroffen und uns entschlossen, da dieses Projekt gut zur Philosophie des YTTC passt, selber als Multiplikator zu fungieren und die Wiki CDs in Butare zur Abholung anzubieten.

link: www.moulinwiki.org/


25. September 2007: Koopeartion mit AWO Kreisjugendwerk

Der Förderverein Nta Kibazo steht nicht mehr alleine da: seit dem letzten Treffen des Kreisjugendwerks Taktlos der Koblenzer Arbeiterwohlfahrt (AWO) wurden Vertreter des Fördervereins eingeladen, um über das Projekt in Ruanda zu berichten. Die "Taktlosen" möchten in Zukunft unser Vorhaben mit Rat und Tat unterstützen - so zum Beispiel bei einer Aktion, die in Kürze an dieser Stelle angekündigt wird. Die AWO Taktlos organisiert mit ihren ehrenamtlichen Mitglieder ein breites Spektrum an Jugendarbeit im Einzugsgebiet Koblenz und ist z.B. federführend bei der Organisation und Durchführung der jährlichen Schulungen von ehrenamtlichen Betreuer des AWO Kreisverbandes tätig. Aus ehemaligen Betreuern ging das Jugendwerk 1998 einst hervor. Aber auch zu Themen abseits der Jugendarbeit beziehen die Taktlosen Stellung, wenn es gilt, Missstände aufzudecken, wie zum Beispiel bei den Aktionen in Heiligendamm im Sommer 2007. Wir freuen uns, so ein aktives, im positiven Sinne unbequemes und dennoch angesehenes Jugendnetzwerk als Partner zu haben.

link: www.awo-taktlos.de

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